In der Pilotvereinbarung in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg wurde in vier Hauptbereichen eine Einigung erzielt. Die VAA gliedert sich in acht staatliche Gruppen, deren Struktur mit der regionalen Konzentration von Chemieunternehmen oder Unternehmen zusammenhängt. Die Staatlichen Gruppen halten sich nicht an das Verwaltungsgebiet der sechzehn Bundesländer. Jede Staatliche Gruppe besteht aus einer bestimmten Anzahl sogenannter Fabrikgruppen, die von VAA-Mitgliedern direkt vor Ort in den jeweiligen Unternehmen bestehen. Als Faustregel gilt: Je größer das Unternehmen, desto größer ist die Zahl der Inbus-Gruppen. Daher gibt es starke Werksgruppen in Unternehmen wie BASF, Bayer, Clariant, Evonik, Henkel, Merck, Roche Diagnostics, Sanofi Aventis oder Wacker. Falls es in einem Unternehmen keine Werksgruppe gibt (z. B. in einigen KMU), treten die Menschen als Einzelmitglieder in die VAA ein. Die VAA vertritt Führungskräfte, Führungskräfte, Akademiker, Fachleute und junge Berufstätige. Mitglieder der VAA gehören verschiedenen Berufsgruppen an.

Über 70% der VAA-Mitglieder haben einen akademischen Hintergrund – sie kommen in der Regel aus den Natur- oder Angewandten Wissenschaften. So arbeiten viele von ihnen als Wissenschaftler, Ingenieure oder Manager. Aber es gibt auch eine beträchtliche Anzahl von Ökonomen, Agronomen und Anwälten, die in verantwortlichen Positionen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), größere Unternehmen und Unternehmen in der chemischen Industrie tätig sind. Schließlich wies Helga Schwitzer, Mitglied des IG-Metall-Vorstands, auf die wichtige Rolle der Sozialpartner auf Der Betriebsebene hin. Sie betonte, dass es ihre Verantwortung sei, die einzelnen Punkte des Pilotabkommens aus Baden-Württemberg umzusetzen. Am 22. Mai 2012 begrüßte Frau Schwitzer in einer Pressemitteilung auch den mit der VGZ erzielten Kompromiss zur Verbesserung der Bedingungen für Leiharbeitnehmer in der Metall- und Elektroindustrie. Wir haben in der chemischen Industrie einmal mehr gezeigt, dass eine starke Gewerkschaft nachhaltige Ergebnisse für die Arbeitnehmer erzielt. Wir haben uns nicht nur um ein deutliches Einkommenswachstum in einem schwierigen Gesamtumfeld gekümmert, sondern auch die demographischen Zulagen in diesem Tarifvertrag aktualisiert und gestärkt. Das ist wichtig für die Menschen und die Industrie; dies ist eine echte Investition in die Zukunft. In Bezug auf die Bedingungen der Vereinbarung hob Huber die neuen Bedingungen für Leiharbeitnehmer in metallverarbeitenden Betrieben hervor und sagte, dass der Kompromiss den Arbeitsteilungen in den Betrieben entgegengewirkt habe, während gleichzeitig die Tarifverträge der IG Metall flexible Lösungen für eine “flüchtige Wirtschaft” lieferten.

Die kürzlich geschlossene Vereinbarung ermöglicht die uneingeschränkte Entsendung von Leiharbeitnehmern in jedem Unternehmen für 18 Monate. Nach Ablauf dieser Frist muss das Unternehmen prüfen, ob der betreffende Leiharbeitnehmer einen direkten unbefristeten Arbeitsvertrag erhalten kann. Die neue Vereinbarung, die 550.000 Beschäftigte in 1900 Unternehmen in der gesamten Branche abdeckt, bringt eine Erhöhung der Löhne um 2,8 Prozent für einen Zeitraum von 17 Monaten und eine fast Verdoppelung der Arbeitgeberbeiträge zum “Demographischen Fonds” des Sektors über 24 Monate. Es handelt sich um einen speziellen Fonds in der deutschen Chemischen Industrie, der Vorruhestandsregelungen, Teilzeitarbeit, langfristige Arbeitszeitkonten und andere Maßnahmen zur Bewältigung des demografischen Wandels in dieser Branche erleichtert. Die Arbeitgeber zahlen nun 750 € (gegenüber 338 €) pro Jahr und Arbeitnehmer in diesen Fonds, was einer zusätzlichen Lohnerhöhung von 0,9 % entspricht.